{"id":1334,"date":"2026-02-03T16:13:07","date_gmt":"2026-02-03T16:13:07","guid":{"rendered":"https:\/\/sylviabratzik.de\/?p=1334"},"modified":"2026-02-03T16:13:07","modified_gmt":"2026-02-03T16:13:07","slug":"vom-artists-way-und-synchronizitat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sylviabratzik.de\/index.php\/2026\/02\/03\/vom-artists-way-und-synchronizitat\/","title":{"rendered":"Vom &#8220;Artist&#8217;s Way&#8221; und Synchronizit\u00e4t"},"content":{"rendered":"\n<p>Vor einigen Wochen war ich in Valencia, im Caixa Forum, im dortigen Museumsshop und erblickte dort ein Buch. Zun\u00e4chst in seiner spanischen Version (&#8220;El camino del artista&#8221;), dann im englischen Original &#8220;The Artist&#8217;s Way&#8221; von Julia Cameron. Ich las kurz rein, ging weg (ich wollte eigentlich keine B\u00fccher kaufen) und das Buch zog mich immer noch in seinen Bann. Also kaufte ich es und fing an zu lesen. Es gefiel mir sofort sehr gut. Zwar kann ich mit dem Konzept &#8220;Gott&#8221; nicht unbedingt etwas anfangen, aber ich mochte die Idee eines 12-Wochen-Kurses (das Ende ist absehbar) und der Gr\u00fcndung eines kreativen Clusters um die w\u00f6chentlichen Aufgaben zu bearbeiten und zu besprechen. Das Buch verspricht durch Spiritualit\u00e4t einen h\u00f6heren Grad an Kreativit\u00e4t zu erlangen.<\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Die &#8220;Morning Pages&#8221; und das &#8220;Artist Date&#8221;<\/h6>\n\n\n\n<p>In dem Buch wird im ersten Kapitel verlangt, einen Vertrag mit sich abzuschlie\u00dfen. Eigentlich mache ich solche Vertr\u00e4ge nicht, aber da ich es auch bei <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/tour_de_kenk?utm_source=ig_web_button_share_sheet&amp;igsh=ZDNlZDc0MzIxNw==\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.instagram.com\/tour_de_kenk?utm_source=ig_web_button_share_sheet&amp;igsh=ZDNlZDc0MzIxNw==\">Tour de Kenk<\/a> gesehen habe, dachte ich, es ist gar nicht so eine schlechte Idee. Ist auch verbindlich und 12 Wochen sind wirklich keine lange Zeit. <\/p>\n\n\n\n<p>Auch m\u00fcssen jeden Tag drei Seiten &#8220;Morning Pages&#8221; geschrieben werden, also Bewusstseinsstrom, der nicht f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit gedacht ist. Mir f\u00e4llt dies nicht  schwer, da ich fast jeden Tag morgens in mein Tagebuch schreibe. Ich bin am Morgen auch am kreativsten und habe auch noch meine Tr\u00e4ume pr\u00e4sent. Die Seiten sind aber nicht daf\u00fcr gedacht in ein Tagebuch notiert zu werden, sondern laut der Autorin sollen diese am besten in einen Umschlag gesteckt werden und gar nicht angeschaut werden (vorerst). <\/p>\n\n\n\n<p>Zwingende Voraussetzung ist auch die w\u00f6chentliche Erf\u00fcllung eines 2-3 st\u00fcndigen Artist Dates. Die Idee dahinter ist, sein inneres Kind aufleben zu lassen. Kritzeln, Kleben, Malen, alles das tun, was ich mir verboten habe, da ich nicht die Sinnhaftigkeit dahinter sah. Einfach das tun, worauf man Lust hat, sich kreativ ausleben ohne Druck. Mittels moderner Kalendertools kann ich so einen festen Termin gut einplanen.<\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Gr\u00fcndung des &#8220;Creative Clusters&#8221; sowie die w\u00f6chentlichen aufgaben<\/h6>\n\n\n\n<p>Auch ist es ihrer Meinung notwendig die w\u00f6chentlichen Aufgaben zu bearbeiten. Am besten gestaltet es sich zusammen in einer Gruppe, die sich w\u00f6chentlich zur gleichen Zeit am gleichen Ort trifft (es bedarf keiner Absprachen). Ich hatte durch meine Kontakte vor Ort schon einige Menschen, die k\u00fcnstlerisch t\u00e4tig sind und von daher auch schon eine &#8220;Art Group&#8221;, in der ich von meinem Vorhaben erz\u00e4hlte. Auch ver\u00f6ffentlichte ich einen Aufruf in der sozialen Medien (dort meldete sich eine Person). Der Aufruf \u00fcber die WhatsApp-Gruppen und Communities war da fruchtbarer.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einer kurzen Terminabsprache (aufgrund von Kinderbetreuung einer Teilnehmerin fielen die Wochenenden sowie die Abendtermine weg) hatten wir uns auf einen Termin geeinigt: Donnerstags um 10 Uhr. Mein Res\u00fcmee bisher nach zwei Treffen: ich leite die Gruppe bewusst nicht als &#8220;Gruppenf\u00fchrerin&#8221; oder &#8220;Projektmanagerin&#8221; sondern gebe alle Entscheidungen in die Gruppe ab. Im Buch wird auch davor gewarnt, sich mit sogenannten &#8220;Gurus&#8221; einzulassen. Ich finde es auch schwierig von sich selbst zu behaupten, man wisse den Weg und w\u00fcsste, was f\u00fcr alle Beteiligten gut und richtig sei. Jeder Mensch hat seine individuelle Geschichte, seine eigenen Bed\u00fcrfnisse und Probleme. Es k\u00f6nnen Hilfestellungen angeboten werden, aber nicht jeder muss alle annehmen. In vier Wochen steht die R\u00fcckkehr nach Deutschland an, von daher werde ich nur die H\u00e4lfte des Kurses mit der Gruppe verbringen k\u00f6nnen und den Rest alleine durchf\u00fchren (ich glaube nicht, dass es per Zoom-Call m\u00f6glich ist&#8230;). Ich finde es sch\u00f6n, wie jeder seine pers\u00f6nlichen Gedanken und \u00c4ngste teilt und auch keine Scheu hat dies vor Menschen zu \u00e4u\u00dfern, die bis vor wenigen Minuten Fremde waren. Das habe ich auch bei meinen &#8220;Wart&#8217; mal kurz&#8221;-Events im Jahr 2023 festgestellt: ich habe die Gabe innerhalb k\u00fcrzester Zeit eine Atmosph\u00e4re der Sicherheit und des Wohlgef\u00fchls zu erzeugen, so dass die Menschen sich anderen Menschen in der \u00d6ffentlichkeit anvertrauen. Eine Person hatte mir nach einem Termin der &#8220;Wart&#8217; mal kurz&#8221;-Reihe gesagt, dass sie nicht gedacht h\u00e4tte, dass sie \u00f6ffentlich \u00fcber ihre Kaufsucht spricht.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich glaube, der Erfolg des Kurses des &#8220;Artist Way&#8221; kann in der Konsistenz liegen. Heute morgen ist mir der Spruch eingefallen: &#8220;Consistency to channel the creativity&#8221;. Durch das t\u00e4gliche Schreiben, die w\u00f6chentlichen Artist Dates und die Treffen in der Gruppe, schleift sich eine Regelm\u00e4\u00dfigkeit ein. Ich dachte immer Kreativit\u00e4t und Struktur ist kontraproduktiv, aber ich merke, dass in kleinen Dosen schon etwas bewirkt. <\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Affirmationen<\/h6>\n\n\n\n<p>Ein Handwerkszeug, dass die Autorin auch benutzt sind positive Affirmationen. War ich vorher auch kein Fan von, aber seitdem ich sie benutze, merke ich was sie bewirken. Interessanterweise soll man t\u00e4glich mit eben diesen Affirmationen arbeiten, die einen auf den ersten Blick absto\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Synchronizit\u00e4t<\/h6>\n\n\n\n<p>In der dritten Woche des Kurses spricht sie ein interessantes Konzept an, dass &#8220;Synchronicity&#8221; hei\u00dft. Es bezeichnet den Umstand, dass sich Dinge zu unseren W\u00fcnschen f\u00fcgen. Ich hatte schon einige dieser Momente, sogar noch vor ein paar Tagen. Es gibt ein Programm, bei dem ich mich bewerben m\u00f6chte und das ich schon seit einigen Monaten immer weiter hinausz\u00f6gere. An eben diesem Tag ploppte auf meinem Mobiltelefon der Reminder auf, dass ich mich bewerben m\u00f6chte. Eine Stunde sp\u00e4ter schreibt mir eine Freundin, dass sie gerade ein Buch beendet hatte, das von einer Frau geschrieben wurde, die eben genau in diesem Programm teilgenommen hatte. Manchmal braucht es Anst\u00f6\u00dfe, es liegt aber an uns diese aufzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h6>\n\n\n\n<p>Bisher kann ich nur positives Berichten, auch die Menschen, die mit mir auf dieser Reise sind, sind bislang noch dran geblieben. Im Buch wird aber vorhergesagt, dass in der 8. Woche ein Einbruch der Motivation geschieht. Ich bin gespannt, wie es bei uns wird. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor einigen Wochen war ich in Valencia, im Caixa Forum, im dortigen Museumsshop und erblickte dort ein Buch. Zun\u00e4chst in seiner spanischen Version (&#8220;El camino del artista&#8221;), dann im englischen Original &#8220;The Artist&#8217;s Way&#8221; von Julia Cameron. 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